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Shisha Blog

Shisha-Köpfe: Arten, Materialien und Unterschiede

Mehrlochkopf, Phunnel oder Vortex: Hier erfährst du, wie sich die Bauformen unterscheiden und was Ton, Keramik, Glas und Silikon bedeuten.

Autor: HookahFloWVeröffentlicht: 05.09.2013Zuletzt aktualisiert: 14.09.2026
Grundlagen Tabak Kopf

Ein Shisha-Kopf ist das Gefäß oben auf der Wasserpfeife, das den Tabak aufnimmt. Du findest dafür auch die Begriffe Tabakkopf oder Head. Die Köpfe unterscheiden sich vor allem darin, wo ihre Öffnungen sitzen, wie das Innere geformt ist und aus welchem Material sie bestehen. Namen wie Phunnel, Tonkopf und Kaminkopf beschreiben deshalb nicht immer dieselbe Eigenschaft.

Hier bekommst du einen Überblick über die Bauformen und ihre Bezeichnungen. So kannst du Beschreibungen einordnen, ohne dich durch widersprüchliche Begriffe zu arbeiten.

Was gehört zum Shisha-Kopf?

Der obere, schalenförmige Bereich wird häufig Depot genannt. Darunter liegt der Fuß beziehungsweise Anschluss zur Rauchsäule. Öffnungen im Inneren verbinden das Depot mit diesem Anschluss. Bei manchen Köpfen liegen sie am Boden, bei anderen auf oder an einer Erhöhung.

Kopf und Wassergefäß sind zwei verschiedene Bauteile. Das sorgt besonders bei englischen Texten für Verwirrung: „Hookah bowl“ bezeichnet meist den Kopf, während im deutschen Shisha-Sprachgebrauch mit „Bowl“ das Wassergefäß unten gemeint ist. Entscheidend ist also der Zusammenhang.

Auch ein Aufsatz gehört begrifflich nicht zum Depot: Kaminaufsatz und HMD sitzen oberhalb des Kopfes. Wird beides als Set bezeichnet, bleibt der Kopf trotzdem eine eigene Komponente.

Mehrlochkopf, Phunnel und Vortex: die Unterschiede

Mehrlochkopf: mehrere Öffnungen im Inneren

Bei einem klassischen Mehrlochkopf befinden sich mehrere Löcher im Boden des Depots. Solche Formen werden unter anderem als ägyptische oder traditionelle Köpfe bezeichnet. „Chinahead“ oder „Chinakopf“ begegnet dir ebenfalls als ältere Bezeichnung; daraus lässt sich die genaue Materialqualität eines konkreten Kopfes nicht ablesen.

Mehrlochköpfe müssen innen nicht völlig flach sein. Es gibt auch Ausführungen mit einer erhöhten, gelochten Fläche. Ein dokumentiertes Beispiel ist die EGY-Bauform von Alpaca. Damit ist „Mehrloch“ zunächst eine Beschreibung der Öffnungen und keine feste Vorgabe für die gesamte Innenform.

Phunnel: eine Öffnung auf einem erhöhten Mittelsteg

Ein Phunnel besitzt eine zentrale, nach oben offene Erhöhung. Um diesen Mittelsteg liegt das ringförmige Depot. Die Öffnung befindet sich somit oberhalb des Depotbodens. Der Begriff beschreibt diese Geometrie, nicht das Material: Ein Phunnel kann beispielsweise aus gebrannter Keramik bestehen oder Teil einer Konstruktion mit Glaseinsatz sein.

„Einlochkopf“ wird häufig gleichbedeutend verwendet. Nur die Löcher zu zählen reicht für eine genaue Beschreibung aber nicht aus: Zum Phunnel gehört auch ihre erhöhte Position. Aus der Bezeichnung folgt weder eine bestimmte Größe noch ein einheitliches Fassungsvermögen. Die Mittelöffnung beschreibt auch Kaloud in seiner Erklärung der Phunnel-Bauform.

Vortex: seitliche Öffnungen an der Erhöhung

Auch ein Vortex hat eine Erhöhung in der Mitte. Anders als beim Phunnel liegen die Öffnungen jedoch seitlich an ihr. Vortex und Phunnel sind deshalb keine zwei Namen für genau denselben Aufbau. Diese Unterscheidung findet sich auch in der technischen Beschreibung der Patentanmeldung US20220183364A1.

Wenn eine Beschreibung unklar bleibt, hilft der Blick auf die Innenform: Bodenlöcher, eine obere Mittelöffnung oder seitliche Öffnungen am Mittelsteg sind die entscheidenden Merkmale.

Die Bauformen sind in den Abbildungen und Erläuterungen von B2 Hookah nachvollziehbar. Alpaca dokumentiert die erhöhte gelochte Fläche seiner EGY-Bauform. Die Herstellerbeschreibungen dienen hier zur Einordnung des Aufbaus, nicht als unabhängige Bewertung der Produkte.

Ton, Keramik, Glas und Silikon richtig einordnen

Ton und Keramik

Ton ist ein Ausgangsmaterial keramischer Erzeugnisse. Ein geformter und gebrannter Tonkopf gehört daher zur Keramik. Die Gegenüberstellung „Ton oder Keramik“ ist als Werkstoffbeschreibung ungenau, auch wenn sie in Produktkategorien vorkommt. Aussagekräftiger sind die Zusammensetzung der keramischen Masse, ihre Verarbeitung und die Oberfläche.

Glasiert heißt, dass eine Glasur auf dem keramischen Körper liegt. Sie kann die Oberfläche abdichten und ihre Reinigung erleichtern. Unglasiert bedeutet, dass diese Beschichtung an der betreffenden Stelle fehlt. Manche Köpfe sind nur teilweise glasiert; eine glänzende Außenseite sagt dann noch nichts über das Depot aus. Die grundlegenden Aufgaben einer Glasur beschreibt der Keramikrohstoffhersteller Sibelco.

„Steinkopf“ ist ohne weitere Materialangabe wenig präzise. Daraus allein lässt sich weder Naturstein als Werkstoff noch eine grundsätzlich bessere Wärmeverteilung ableiten. Solche Aussagen brauchen Angaben zum konkreten Material und nachvollziehbare Vergleichsdaten.

Glas

Bei Glas kommt es auf die genaue Glasart an. Borosilikatglas ist für seine geringe Wärmeausdehnung bekannt. Das macht jedoch nicht jedes Bauteil aus diesem Material bruchsicher. Wandstärke, Bearbeitung und Temperaturunterschiede spielen ebenfalls eine Rolle. SCHOTT dokumentiert die Eigenschaften seines Borosilikatglases; diese Werkstoffangaben ersetzen keine Prüfung eines fertigen Shisha-Kopfes.

Durchsichtiges Material ist außerdem kein Beleg für Schadstofffreiheit. Aussehen und gesundheitliche Bewertung sind unterschiedliche Fragen.

Silikon und Materialkombinationen

Ein als Silikonkopf bezeichneter Kopf muss nicht vollständig aus Silikon bestehen. Es gibt Kombinationen aus einer Silikonhülle und einem Einsatz aus Glas, Keramik oder Metall. Außenmaterial und Depotmaterial können sich also unterscheiden. Kaloud nennt solche Kombinationen ausdrücklich in seiner Beschreibung der Samsaris-Konstruktionen.

Eine weiche Hülle macht die übrigen Bauteile nicht automatisch unzerbrechlich. Ebenso wenig bedeutet sie, dass alle berührbaren Stellen kühl bleiben. Für belastbare Aussagen zu Temperaturgrenzen und Materialverträglichkeit zählen die Angaben zum jeweiligen Bauteil.

Kaminaufsatz und HMD sind keine eigenen Kopfmaterialien

Ein Kaminaufsatz ist ein separater Metallaufsatz, typischerweise mit einem gelochten Teller und einem senkrechten Röhrchen. HMD steht für Heat Management Device, also einen Aufsatz zur Beeinflussung der Wärmeübertragung. Die Bezeichnung wird häufig für Metallgehäuse verwendet, die oberhalb des Depots sitzen.

„Kaminkopf“ beschreibt im Alltag oft die Kombination von Kopf und Aufsatz. Es sagt für sich genommen nicht, ob darunter Ton, Glas oder ein anderer Werkstoff steckt. Einen Überblick über die unterschiedlichen Aufsatzformen bietet die Herstellerseite von Aladin.

Aus dem Namen HMD folgt keine automatische Temperaturregelung. Auch die pauschale Aussage, ein Kaminaufsatz verhindere Überhitzen, ist nicht belastbar. Form und Bezeichnung eines Aufsatzes belegen keine Schutzfunktion.

Welche Angaben sagen wirklich etwas aus?

Eine verständliche Beschreibung trennt drei Dinge: Bauform, Material und Abmessungen. „Glasierter Phunnel“ nennt beispielsweise die Oberfläche und die Innenform. Die Höhe des Fußes, der Durchmesser des oberen Randes und die Tiefe des Depots bleiben dabei noch offen.

Auch pauschale Preis- oder Qualitätsklassen helfen wenig: Glas ist nicht automatisch hochwertiger als Keramik, und ein hoher Preis ist kein Nachweis für Sicherheit. Aussagen wie „bester Kopf“, „immer freier Durchzug“ oder „garantiert intensiverer Geschmack“ sind ohne klaren Vergleich keine technischen Eigenschaften.

Bei handgefertigten Köpfen können Maße und Glasurbilder innerhalb eines Modells abweichen. Alpaca weist bei seiner EGY-Bauform ausdrücklich darauf hin. Ein einzelnes Foto beschreibt deshalb nicht zwingend jedes Exemplar.

Gesundheitliche Risiken bleiben unabhängig vom Kopf

Keine der hier beschriebenen Bauformen macht Wasserpfeifenrauch harmlos. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung enthält er unter anderem Nikotin und Kohlenmonoxid. Nikotin kann abhängig machen; bei der Verbrennung der Kohle entstehen weitere gesundheitsschädliche Stoffe. Das Wasser hält die Schadstoffe nicht ausreichend zurück, um vor den gesundheitlichen Gefahren zu schützen.

Auch tabakfreie Füllungen beseitigen die Risiken nicht. Ein anderer Kopf, ein anderes Material oder ein Aufsatz ist deshalb kein Beleg für gesundheitlich unbedenklichen Rauch. Hinzu kommen Verletzungsgefahren durch heiße Bauteile und glühende Kohle.

Häufige Fragen zu Shisha-Köpfen

Ist ein Phunnel dasselbe wie ein Vortex?

Nein. Beim Phunnel sitzt eine Öffnung oben auf dem erhöhten Mittelsteg. Beim Vortex befinden sich mehrere Öffnungen seitlich an der Erhöhung. Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Innenformen.

Ist ein Tonkopf ein Keramikkopf?

Ja, ein gebrannter Tonkopf gehört zur Keramik. Ton bezeichnet dabei das Ausgangsmaterial. Für eine genauere Einordnung sind unter anderem die keramische Masse und eine vorhandene Glasur relevant.

Bedeutet Silikonkopf, dass auch das Depot aus Silikon besteht?

Nein, das lässt sich aus dem Namen allein nicht ableiten. Manche Konstruktionen haben eine Silikonhülle und einen separaten Einsatz, etwa aus Glas oder Keramik. Außenhülle und Depot müssen deshalb getrennt betrachtet werden.

Ist ein Kaminkopf eine eigene Bauform?

Der Begriff bezeichnet meist einen Kopf mit passendem Kaminaufsatz. Er beschreibt damit eine Kombination von Bauteilen. Wo die Öffnungen im Depot sitzen und aus welchem Material der Kopf besteht, bleibt gesondert zu klären.

Filtert ein anderer Kopf die Schadstoffe heraus?

Eine andere Kopfart ist kein Nachweis für eine wirksame Schadstofffilterung. Auch das Wasser schützt laut BfR nicht ausreichend vor den gesundheitlichen Gefahren. Das Material eines Kopfes darf deshalb nicht mit gesundheitlicher Unbedenklichkeit gleichgesetzt werden.

Redaktionell überarbeitet am 14. September 2026. Der Beitrag wurde erstmals am 5. September 2013 veröffentlicht. Grundlage dieser Fassung sind die verlinkten Quellen; ein eigener Produkttest wurde nicht durchgeführt.

Über den Autor

HookahFloW

HookahFloW

Gründer von SmokeDex

Florian beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit der Shisha Szene. Mit SmokeDex verfolgt er das Ziel, die nützlichste Shisha Plattform der Welt aufzubauen - ein Ort, an dem Fans Produkte entdecken, vergleichen und kaufen können, Bewertungen lesen, Shops und Cafés finden und die Shisha Kultur weltweit erleben.